China befindet sich im Umbruch. Es ist charakteristisch für Gesellschaften, die sich plötzlichen Veränderungen gegenüber sehen (z. B. vom Mittelalter in die Moderne), dass deren Dichtkunst mit besonders rabiaten und drastischen Antworten aufwartet. Ein solcher drastischer Roman ist das Werk des chinesischen Dichters Yu Hua, der als Kandidat für den Nobelpreis gilt. Die starken Bilder dieses Romans erinnern an die fantastischen Figuren von François Rabelais (1494 – 1553) und ULYSSES von James Joyce (1882 – 1941). Zwei Brüder, der eine reich und böse, der andere gut und arm, suchen ihr Glück. Keiner von beiden findet es im neuen China, so wenig ihre Eltern (sie sind Halbbrüder) ihr Glück in der Kulturrevolution fanden. Begegnung mit Yu Hua.