In China werden Tausende von Dialekten gesprochen. Schon benachbarte Provinzen können einander nur durch die Aussprache nicht mehr verstehen. Die chinesische Sprache wurde jedoch zusammengehalten und in ihrer Komplexität gesteuert durch die chinesische Schrift, die etwa 6000 Jahre alt ist. Diese Schrift galt den Revolutionären von 1911 und 1949 als die komplizierteste Schrift der Welt. Sie nahmen an, dass man diese Schrift vereinfachen müsste, wenn Informationen aus China verständlich sein sollten. Sunyatsen, Mao Tse-Tung und der große Dichter Luhsün stellen diese Notwendigkeit der Vereinfachung und der Schriftreform mit Bedauern fest. Inzwischen, darüber berichtet der Chinaforscher Klaus Stermann, hat sich erwiesen, dass diese hochkomplexe chinesische Schrift das optimale Informationsmittel für Computer darstellt. In den modernsten Computern wird dieser Schatz der chinesischen Sprache auf Ewigkeit überleben. Von diesem Schwerpunkt ausgehend, berichtet Klaus Stermann über die ehemalige deutsche Kolonie Tsingtau, über seine Praxis als Rundfunksprecher und Deutschlehrer in China, über die revolutionären Bewegungen und über die Gegenwart dieses Landes