Der Philosoph, Soziologe und Naturwissenschaftler, Prof. Dr. Wang-Hui in Peking, gilt als der “chinesische Habermas”. Sein besonderes Interesse widmet er der Rekonstruktion und Verankerung der PhĂ€nomene des 21. Jahrhunderts in der 4.000-jĂ€hrigen Tradition Chinas. Vor dem Hintergrund dieser Vielfalt zeigt sich die Differenz zwischen europĂ€ischem und chinesischem Denken, wobei die Worte und Begriffe, auch wenn sie Ă€hnlich oder gleich klingen, etwas höchst Verschiedenes bezeichnen können. Akzeptiert man aber diese Verschiedenheit, entsteht VerstĂ€ndigung.
In dem GesprĂ€ch mit Wang-Hui geht es um die PhĂ€nomene âMasseâ, âStaatâ, âLiebeâ, âGemeinwesenâ und âSpracheâ. Schon die Namen groĂer europĂ€ischer Philosophen erhalten in der chinesischen Sprache eine interessante Bedeutung. So heiĂt Karl Marx wörtlich ĂŒbersetzt âdas schnelle Pferd des Gedankensâ, Immanuel Kant heiĂt âder groĂe und körperlich robuste Tugendhafteâ, Hegel kann man mit âdas tiefe Meerâ ĂŒbersetzen.
Begegnung mit Wang-Hui und seinen âlebendigen Begriffenâ.