Show: USA

Macht ohne Maske

Die USA entwickelten seit 1945 einen Willen zur Vorherrschaft in der Welt, dem jede Heuchelei fremd ist. Diese Haltung führt in jüngster Zeit zu Kollisionen mit dem alten Europa, das mit Weltmachtgedanken, aufgrund bitterer historischer eigener Erfahrungen, besonders vorsichtig umgeht. Egon Bahr, Kanzleramtsminister unter Willy Brandt und heute als Sicherheitsexperte tätig, berichtet.

Westpoint

Seit 200 Jahren werden in der Militärakademie Westpoint die Generalstäbler der U.S.-Armee ausgebildet. In dieser grauen Burg am Hudson-Fluss plante einst General Washington die Schlachten des Unabhängigkeitskrieges der USA gegen England. Heute entstehen hier Leutnants, von denen einige im 21. Jahrhundert die hohen Kommandostellen der Militärmacht USA besetzen werden. Peter Satorius, Leitender Redakteur der Süddeutsche Zeitung, besuchte diese Kaderschmiede der U.S.A. .

Der Botschafter seines Präsidenten

Seine Schlagader zerriss und er starb in einer Dezembernacht in New York. Er war einer der Chefdiplomaten der USA und wird schwer zu ersetzen sein. Unter Präsident Clinton verhandelte er den Frieden auf dem Balkan. Während der Regierungszeit von Präsident George W. Bush widmete er sich Stiftungen. Er kämpfte weltweit gegen Aids. Zuletzt war er Sonderbotschafter von Präsident Obama und seiner Außenministerin Hillary Clinton in dem gefährlichsten Dreieck der Welt: Pakistan-Kaschmir-Afghanistan. Ein Portrait und ein Rückblick. Musik: Helikopter-Quartett von Karlheinz Stockhausen.

Prince of Darkness

Einer der kompromisslosen Verfechter der Positionen des Pentagon im Kalten Krieg war Botschafter a.D. Richard N. Perle. Unter Präsident Reagan legte er die Grundlage für das SDI-Projekt. Bei seinen Gegnern hieß er FÜRST DER FINSTERNIS. Heute gehört dieser Sicherheitsexperte zu den gesuchten Ratgebern der Industrie und der Stiftungen, die sich mit Sicherheitspolitik befassen. Mit dem Raketenabwehrprogramm (NMD) wird ein Teil seiner Vorstellungen Wirklichkeit. Eine Begegnung mit Botschafter a.D. Richard N. Perle.

Was macht eine Stiftung in N.Y. ?

Breite Teile der Kultur und sozialer Integration werden in den U.S.A. nicht vom Staat gefördert, sondern von Privatinitiative, die sich in Stiftungen organisiert. Eine der großen Stiftungen in N.Y. ist der FUND FOR THE CITY OF N.Y. Er schlägt Brücken nach Japan und Europa, er verbreitet Erwachsenen und Weiterbildung für städtische Funktionäre und er fördert Grass-Root-Basisinitiativen. Diese aus dem Bewusstsein der Citoyens kommende Initiative der Stiftungen ist nach dem 11. September 2001 noch wichtiger geworden, als sie es immer schon war. Dr. Mary McCormick, Chefin des FUND FOR THE CITY OF N.Y. berichtet.