Sklaverei besteht dort, wo Menschen als eine Sache und Ware, als ein Wertobjekt gelten und ihre Arbeitskraft getauscht und angeeignet werden kann. Einfache UnterdrĂŒckung ist noch nicht Sklaverei. In diesem Sinne gibt es Sklaven etwa seit 10.000 Jahren und es gibt sie bis heute. Der Historiker Michael Zeuske, schrieb eine Globalgeschichte der Sklaverei. Wenig bekannt ist es, dass die stĂ€rkste Expansion des Sklavenhandels zunĂ€chst nach Asien verlief. Eine dramatische Steigerung enthielt dann die Verschiffung von Sklaven ĂŒber den Atlantik in die Karibik, nach Lateinamerika und in die USA. Gegenwehr und AufstĂ€nde der Sklaven hat es zu vielen Zeitpunkten gegeben, aber nur der legendĂ€re Aufstand der Sklaven auf Haiti in der Zeit der Französischen Revolution hatte Erfolg. Mit der Abschaffung der Sklaverei und des Sklavenhandels im 19. Jahrhundert endete die Sklaverei tatsĂ€chlich ĂŒberhaupt nicht. Ihre Praxis nimmt in den Kuli-ArbeitsvertrĂ€gen und in den verdeckten Formen, in denen sie heute stattfindet, eher zu als ab. Begegnung mit Prof. Dr. Michael Zeuske, UniversitĂ€t Köln.